© Patrizia Tilly - Fotolia

In früheren Zeiten war es üblich, einen Beruf zu erlernen und diesen das gesamte Leben hinweg auszuüben. Die heutige Arbeitswelt lässt dies kaum noch zu. Immer häufiger sind Arbeitnehmer gezwungen, Umschulungen zu durchlaufen, um sich für andere Berufsfelder zu qualifizieren. Die Umschulung zum Bürokaufmann ist dabei recht beliebt.

Warum sind Umschulungen zum Bürokaufmann notwendig?

Eine Umschulung ist vor allem sinnvoll, wenn im bisherigen Beruf keine oder nur schlechte Zukunftsaussichten bestehen. Hat ein Arbeitnehmer kaum eine Chance, in seinem erlernten Beruf eine Anstellung zu finden, kann eine Umschulung helfen, indem sie neue Perspektiven schafft. Durch sie erhält der Umschüler Zugang zu vielen neuen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.

Die Umschulung zum Bürokaufmann zählt zu den beliebteren Umschulungsmaßnahmen, was vor allem auf die zahlreichen Optionen, die Bürokaufleuten offenstehen, zurückzuführen ist. Sie können in jeder Branche arbeiten – Verwaltungs- und Organisationsmitarbeiter werden schließlich überall benötigt.

Seit der Umstrukturierung des Berufs, der mittlerweile „Kaufmann für Büromanagement“ heißt, besteht eine klar zukunftsorientierte Ausrichtung. Bürokaufleute erledigen heute weit mehr als das Abarbeiten von Mails und sonstigen Unterlagen. Es erstaunt also nicht, dass immer mehr Menschen sich für eine Umschulung zum Bürokaufmann entscheiden, wenn im bisherigen Beruf keine Perspektiven mehr existieren.

Welche Formen der Umschulung werden angeboten?

Umschulungen zum Bürokaufmann werden in verschiedenen Formen angeboten. Beliebt ist die Vollzeitumschulung, bei der die Umschüler ein oder zwei Tage in der Woche unterrichtet werden. Der Vorteil dieser Umschulungsform besteht darin, dass mindestens drei Tage pro Woche zur Verfügung stehen, um Geld zu verdienen. Umschüler können in dieser Zeit einer Teilzeittätigkeit in ihrem bisherigen Beruf nachgehen oder eine andere Nebentätigkeit ausüben.

Angesichts der Tatsache, dass Umschulungen in der Regel im mittleren Lebensalter begonnen werden, ist die finanzielle Sicherheit, die eine solche Nebentätigkeit bieten kann, von zentraler Bedeutung. Viele Umschüler haben Familien, für die sie auch während der Umschulung sorgen müssen.

Einige Träger bieten jedoch auch Teilzeit- oder Blockumschulungen an. Bei der Teilzeitumschulung wird der Unterricht an mehreren Tagen in der Woche für wenige Stunden besucht. Auch diese Form der Umschulung kann in der Regel mit einer Berufstätigkeit in Teilzeit verbunden werden. Beim Blockmodell besuchen die Umschüler den Unterricht blockweise in Vollzeit. So ist es beispielsweise möglich, die Schule ähnlich wie im Rahmen einer Berufsausbildung nur einmal im Monat für jeweils eine komplette Woche zu besuchen.

Beispiele für Umschulungen finden Sie ubei der WBS Akademie

Inhalte der Umschulung zum Bürokaufmann

Im Rahmen der meist zweijährigen Umschulung soll eine ausreichende Vorbereitung auf die Berufstätigkeit als Bürokaufmann bzw. Kaufmann für Büromanagement erfolgen. Hierzu werden die Umschüler mit verschiedensten Inhalten konfrontiert, die für den späteren Berufsalltag von Bedeutung sind.

Neben dem kaufmännischen Rechnen zählen beispielsweise auch das Controlling, Marketing, Buchhaltung und Personalwirtschaft zu den Inhalten der Umschulung. Auch Verkauf, Materialwirtschaft, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Bürowirtschaft werden unterrichtet.

Die Inhalte der Umschulung entsprechen dabei den Inhalten, die im Rahmen der regulären Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement vermittelt werden.

Das Berufsbild: Was macht ein Bürokaufmann?

Bürokaufleute sind Spezialisten für die interne Kommunikation in Unternehmen. Sie werden mit der Bearbeitung vielfältiger Büro- und Geschäftsprozesse betraut. Bürokaufleute organisieren und koordinieren verschiedenste Abläufe im Büro.

Neben der Organisation des Büros zählt die Erledigung aller anfallenden Büroarbeiten zu den Aufgaben eines Kaufmanns für Büromanagement. Er schreibt Geschäftsbriefe und Rechnungen, arbeitet in der Buchhaltung, erstellt und aktualisiert interne Statistiken, organisiert den Transport von Waren oder kümmert sich um Personalangelegenheiten. Kurzum: Der Beruf des Bürokaufmanns ist vielseitig und umfasst unterschiedlichste Verwaltungs- und Organisationsaufgaben.

Förderung der Umschulung zum Bürokaufmann

Umschulungen sind unter bestimmten Voraussetzungen förderungsfähig. Liegen die sozialrechtlichen Voraussetzungen vor, kann eine Umschulung ganz oder teilweise durch einen Bildungsgutschein finanziert werden. Hierzu sollte die zuständige Behörde – in der Regel die Bundesagentur für Arbeit oder das Jobcenter der ARGE – kontaktiert werden.

Impressum Datenschutz Umschulung für Bürokaufleute

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren