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Bewerbung zum Bürokaufmann

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Der Beruf des Bürokaufmannes oder der Bürokauffrau (im Folgenden der Kürze halber mit der männlichen Form bezeichnet) ist ein staatlich anerkannter Beruf in Deutschland. Obwohl wahrscheinlich jeder die Bezeichnung schon einmal gehört hat, haben viele Menschen kaum eine konkrete Vorstellung davon, was für ein breites und facettenreiches Tätigkeitssprektrum dieser Beruf umfasst. Eine Ausbildung zum Bürokaufmann kann für Schulabsolventen aussichtsreich sein und in einigen Fällen sogar eine Alternative zum Studium darstellen. Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist allerdings einiges zu beachten. An dieser Stelle sollen deswegen zentrale Aspekte der Bewerbung Bürokaufmann genauer in den Blick genommen werden.

Kurzübersicht:

- Ausbildungsbetriebe

- Musterbewerbung für eine Ausbildungsstelle

- Schriftlicher Einstellungstest

- Das Bewerbungsgespräch

- Assessment-Center

Ausbildungsbetriebe

Um eine Ausbildung zum Bürokaufmann zu beginnen, wird in der Regel ein guter Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife vorausgesetzt, je nachdem, wo die Ausbildung begonnen wird. Die Ausbildung dauert drei Jahre und beinhaltet einen schulischen und einen betrieblichen Teil. Die Inhalte der Ausbildung müssen sich am Ausbildungsrahmengesetz orientieren, damit die Anerkennung durch die IHK erfolgen kann.

Ausbildungsbetriebe sind Firmen unterschiedlichster Größen und Ausrichtung, zum Beispiel Autohäuser, Industrie- und Handelsbetriebe oder auch Supermärkte. Überall da, wo es kaufmännische Abteilungen gibt, sind Bürokaufleute gefragt und Azubis gern gesehen. Die Bewerbung Bürokaufmann kann also branchenübergreifend erfolgen. Es kann sich lohnen, bei dem Betrieb der Wahl einfach einmal vorzusprechen. Unter Umständen sind auch Berufsschulen, bei denen der schulische Teil der Ausbildung absolviert wird, hilfreiche Ansprechpartner.

Schriftlicher Einstellungstest

Der schriftliche Einstellungstest erfüllt im Zusammenhang mit der Bewerbung Bürokaufmann verschiedene Aufgaben. Einerseits soll getestet werden, wie sicher der Bewerber im Umgang mit der deutschen Sprache ist, denn diese Fähigkeit ist im späteren Berufsleben von entscheidender Bedeutung. Andererseits soll die berufsbezogene Eignung überprüft werden: Kann der Bewerber Diagramme und Grafiken verstehen und interpretieren, beherrscht er mathematische Grundlagen wie den Dreisatz oder die Prozentrechnung und ist er in der Lage, Textaufgaben zu verstehen? Zudem wird heute zunehmend getestet, ob Bewerber eine Fremdsprache, meist Englisch, hinreichend sicher sprechen, um in der schulischen Ausbildung auf diesen Grundlagen aufbauen zu können. Hier können sowohl das Hörverstehen als auch die schriftlichen Ausdrucksfähigkeit des Bewerbers auf dem Prüfstand stehen.

Auch das Allgemeinwissen in Bereichen wie etwa Politik, Geographie, Naturwissenschaft und vor allem Wirtschaft kann unter Umständen abgefragt werden. Die Fähigkeit zum logischen Schlussfolgern, die von Bürkaufleuten dringend benötigt wird, kann ebenfalls Gegenstand des schriftlichen Einstellungstests werden.

Auf eines muss sich der Prüfling aber besonders gut vorbereiten: Auf das Unternehmen selbst. Fragen dazu können jederzeit im Test auftauchen, sie werden oftmals besonders stark gewichtet. In welchen Bereichen ist das Unternehmen tätig? Arbeitet es national oder international? Wenn es den internationalen Markt bedient, in welchen Ländern ist es genau tätig? Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen, wie heißt der Chef? Informationen hierzu können in der Regel im Vorfeld bei dem Betrieb selbst erfragt werden (häufig gibt es Informationsmappen), meist aber auch im Internet oder in anderen Quellen recherchiert werden.

Auf dieser Grundlage lassen sich einige Tipps formulieren, die Bewerbern bei der Bewerbung Bürokaufmann hilfreich sein können. Erstens ist eine Vorbereitung auf den Sprachenteil des Einstellungstestes durch Übungsdiktaten, das Anfertigen von Geschäftsbriefen und das Absolvieren von Grammatik- und Rechtschreibübungen ratsam. Zweitens sollte eingeübt werden, Statistiken zu interpretieren, beispielsweise anhand von Charts in der Tageszeitung. Drittens können klassische Mathematikaufgaben, wie sie in der Unter- und Mittelstufe behandelt werden, wiederholt und geübt werden. Auch Logikaufgaben finden sich zur Übung in Büchern und im Internet. Und auf jeden Fall sollten vor dem Absolvieren des Testes Informationen zum Unternehmen eingeholt und gelernt werden.

Die wichtigste Regel aber lautet: Ruhe bewahren! Bei der Bewerbung Bürokaufmann müssen Bewerber starke Nerven zeigen und den eventuellen schriftlichen Einstellungstest konzentriert und ruhig angehen. Es müssen nie alle Aufgaben gelöst werden, meist reicht es, wenn ein Teil bestanden ist.

Das Bewerbungsgespräch

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Eine weitere Hürde bei der Bewerbung Bürokaufmann ist das Bewerbungsgespräch mit dem Zuständigen des späteren Ausbildungsbetrieb. Auch davor muss man keine Angst haben. Mit der richtigen Vorbereitung kann auch dabei nicht allzu viel schief gehen. Zwar kann ein solches Gespräch aufgrund seines individuellen Verlaufs nicht vollständig geplant werden, aber da es doch einige zentrale Punkte gibt, die immer wieder thematisiert werden, ist es möglich, im Vorfeld zu üben und sich wichtige Verhaltensregeln bewusst zu machen.

Zunächst einmal gilt: Nervosität ist erlaubt, und es ist auch erlaubt, diese zuzugeben! Zwar ist ein souveränes, selbstsicheres Auftreten wichtig, aber man darf nicht vergessen, dass das Gegenüber auch einmal in der gleichen Situation war. Höfliches Auftreten ist bei der Bewerbung Bürokaufmann Pflicht, in jedem Falle muss man sein Gegenüber im Bewerbungsgespräch aussprechen lassen und bei den Antworten auf eine angemessene Wortwahl und ein adäquates Sprachniveau achten.

Auf bestimmte Fragen sollte man gut vorbereitet sein: Worin besteht die Motivation der Bewerbung Bürokaufmann, was findet der Bewerber an dem Berufsbild ganz besonders interessant und warum glaubt er, dafür gut geeignet zu sein? Was weiß er über das Berufsbild eigentlich? Hier empfiehlt sich ein Blick in das Ausbildungsrahmengesetz. Sollte man einen Bankkaufmann im Bekanntenkreis haben, kann man sich auch an ihn wenden und ihn zu seiner Tätigkeit interviewen. Auch die Agentur für Arbeit gibt wertvolle Hinweise zum Berufsbild und den diesbezüglichen Anforderungen. Bewerber legen sich im Bestfall eine aufrichtige und durchdachte Antwort zurecht. Die Kleiderwahl ist ebenfalls nicht unwichtig. Es empfiehlt sich schlichte, aber ordentliche und selbstverständlich saubere Kleidung, die nicht zu leger sein sollte.
Ein Tipp: Das Gespräch mit Freunden oder Familienangehörigen im Vorfeld einmal durchzuspielen kann helfen.

Assessment-Center

Auch Assessment-Center (im Deutschen etwa "Beurteilungszentren", kurz AC) können Bestandteil der Bewerbung Bürokaufmann sein. Hierbei sucht die Firma intern oder mithilfe von Beratungsfirmen diejenigen Bewerber aus, die am besten zur Firma passen. Im Rahmen des AC werden Gruppenarbeiten simuliert, um herauszufinden, wie die Teilnehmer im Team agieren. Auch werden die Bewerber individuell mit praktischen Aufgaben konfrontiert, um herauszufinden, wie sie diese angehen. Auch hier gilt: Höflichkeit, Zielorientierheit, Selbstständigkeit, Egagement und soziale Kompetenz sind das A und O.

Die beste Vorbereitung auf ein AC ist wahrscheinlich ein AC-Training, das von Schulen, Volkshochschulen und der Agentur für Arbeit angeboten wird. Hierbei bekommt man eine individuelle Rückmeldung über den Eindruck, den man bei den Leitern des AC hinterlassen hat und kann so für den Ernstfall ideal üben.

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